Entwicklung Telekom DSL - woher? Wohin?

Verfolgt man die Entwicklung von der Telekom (ehemals T-Home) auf dem deutschen DSL-Markt, so wird man konfrontiert mit der Geschichte schwindender Dominanz, die sich zuletzt wieder gefestigt hat und letztlich niemals ernsthaft gefährdet war. Die Marke Telekom DSL hat dabei im Laufe der Zeit einige Namensänderungen hinter sich, u.a. liefen die Angebote als T-Home DSL und davor als T-Online und T-Com. T-Com stand zuvor für die Telefon-Festnetzsparte der Telekom und T-Online für das Telekom - Internetgeschäft; T-Home wiederum vereinte beides unter einer Dachmarke bis schließlich Telekom DSL den Konzernnamen in den Mittelpunkt rückte.

T-Online DSL war einst fast Monopolist auf dem Markt; außer T-Online gab es niemanden, der den DSL Anschluss realisierte. Später traten Konkurrenten auf, hatten aber erst einmal nur die Chance, als T-DSL Resale Anbieter den DSL Anschluss auf Basis der Deutsche Telekom - Netze anzubieten, während der Telefonanschluss des Kunden bei T-Com verblieb. Später dann begannen sie mit dem Aufbau eigener Netze, sodass Kunden der Telekom - DSL - Konkurrenten auch unabhängig von T-Com wurden und sowohl Telefon- als auch DSL Anschluss bei der Konkurrenz buchen konnten. Das schien die Dominanz der Telekom erst einmal kaum zu reduzieren. Noch 2004 waren 90% aller DSL Anschlüsse in Deutschland DSL Anschlüsse der Telekom für ihre Kunden. Anfang 2007 - als T-Online DSL bereits T-Home DSL hieß - waren es nur noch etwas über 48%. Es schien, als leide T-Home DSL am Image, eine relativ teure DSL Marke zu sein, als würde der fortschreitende Ausbau alternativer DSL Netze der Nicht - Telekom - Anbieter T-Home DSL verstärkt das Wasser abgraben. Die Telekom reagierte beispielsweise, indem neben T-Home DSL Congstar DSL als Discountmarke auf dem Markt etabliert wurde. Dies geschah im Bewusstsein, dass T-Home DSL auf Dauer für gewisse Zielgruppen unattraktiv bleiben würde und damit ohne Zweitmarke für die Deutsche Telekom verloren wäre.

Telekom DSL wird wohl die 90% Marktanteil niemals mehr erreichen, allerdings hat sich der Abwärtstrend für Telekom DSL nur noch langsam fortgesetzt und zum Jahresende 2012 betrug der Marktanteil auf dem deutschen Breitband-Markt immer noch stattliche 45,2%.Der Bundesnetzagentur als deutscher Regulierungsbehörde bleibt diese Dominanz für die Deutsche Telekom ein Dorn im Auge; von einem wirklich liberalisierten DSL Markt mit dem Konkurrenzkampf Gleicher lässt sich kaum sprechen. Es sieht so aus, als sei auch in Zukunft nicht nur mit einem starken Angebot Telekom DSL zu rechnen, sondern mit einer dominierenden Telekom. Telekom DSL war stark, ist stark, wird stark bleiben? Es scheint so!




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